Das sagen Pflegekräfte

O-Töne aus der Berufspraxis

Es ist immer am besten, die zu fragen, die sich wirklich auskennen. Das kannst du zum Beispiel tun, wenn du in einem unserer Krankenhäuser einfach mal ein Praktikum machst. Du kannst dich aber auch hier schon mal schlau machen, was examinierte Pflegekräfte über ihren Job, die Herausforderungen im Krankenhaus, ihre aktuellen Aufgaben und ihre zukünftigen Karrierechancen sagen. Hör rein und finde es heraus.

Seit rund fünf Jahren arbeitet Lisa Ebner auf der Intensivstation im Krankenhaus Barmherzige Brüder München. Derzeit absolviert sie die Fachweiterbildung Intensiv- und Anästhesiepflege. Ob sie danach ein Bachelorstudium dranhängen will, weiß die Wahlmünchnerin noch nicht – die Türen dazu stehen ihr jedenfalls offen. Allen, die nicht wissen, ob die Krankenpflege das richtige für sie ist, rät für Lisa Ebner einfach mal ein Praktikum zu machen. Dann kann man am besten entscheiden, wo es lang gehen sollte.

Der Job muss Freude machen. Das Gesamtpaket eines Berufs ist wichtig: Arbeitsalltag, Arbeitszeit, Verdienst. Für Helmut Mayer geht diese Rechnung gut auf. Er ist Gesundheits- und Krankenpfleger auf der konservativen Wachstation im Krankenhaus Barmherzige Brüder Regensburg. Außerdem widmet er einen Teil seiner Arbeitszeit pflegewissenschaftlichen Themen in einer Stabsstelle der Pflegedirektion. Helmut Mayer absolviert parallel ein duales Studium an der OTH Ostbayern.

Im Krankenhaus zu arbeiten, heißt flexibel sein zu müssen. Die Krankenpflege ist schließlich kein Nine-to-five-Job, der Patient kein Blatt Papier, das man einfach zur Seite legen kann. Das sagt Marco Hirschl, stellvertretender Stationsleiter im Krankenhaus St. Barbara in Schwandorf. Er ist seit 2011 bei den Barmherzigen Brüdern und steht mit Leib und Seele hinter seinem Beruf.

Für Christina Wiedenbauer, examinierte Kinderkrankenschwester an der Klinik St. Hedwig in Regensburg, ist das schönste, mit Kindern zusammenarbeiten zu können. Deshalb ist sie aus der Arztpraxis ins Krankenhaus gewechselt, wo sie ihre dreijährige Ausbildung absolviert hat. Auf ihren verantwortungsvollen Beruf in der Kinderchirurgie  ist sie sehr stolz. Ihr wichtigster Tipp: „Immer offen sein für Neues“. Ein Tipp, den Christa Wiedenbauer auch selbst beherzigt. 2017 wird sie nach Australien gehen. Wie gesagt, als Pflegekraft ist man überall gefragt. Auch down under.

Ein traditioneller und zugleich äußerst moderner Beruf ist die Krankenpflege für Hubert Langmantl, der seit vielen Jahren am Klinikum St. Elisabeth in Straubing arbeitet. Als pflegerischer Leiter im Notfallzentrum und der Chest Pain Unit hat er alle Hände voll zu tun: Von der Personalführung über die Qualitätssicherung bis zur Anlauforganisation ist alles dabei. Und natürlich bleibt es in der Notfallmedizin nicht aus, aktiv helfen zu können, Menschenleben zu retten. Da weiß man, dass man definitiv den richtigen Job gewählt hat.